Eigentlich gehört sie ja nicht wirklich dazu, zumindest nicht von Geburt an, aber sie hat sich flott hochgearbeitet und verrichtet unverzichtbare Dienste: Gitti Ederer (SPÖ), eine Klasse Frau. Schon als Staatssekretärin lag ihr der Standort am Herzen und sorgte sie für die Öffnung von Märkten  (EU-Beitritt). Und wenn sie heute nicht gerade wieder einmal einen Betrieb durchrationalisiert, auf dass das mit der Rendite auch ja passt, marschiert sie am 1. Mai in Wien gemeinsam mit den Genossen auf, um die internationale Solidarität hochzuhalten. Nicht nur die österreichischen Arbeiter und ihr möglichst niedriger Lohn liegen ihr am Herzen, nein, Gitti hat Größeres vor. Und so nimmt es wohl niemanden Wunder, dass sie nun weiter aufsteigen durfte: ab Juli ist man stolze Personal- und Europachefin bei Siemens, München.

Dazu, liebe Gitti, sei dir hiermit herzlichst gratuliert!

Zuvor war sie schon – völlig zurecht – zum Best Innovator 2009 gekürt worden – wir haben im Industriemagazin berichtet. Und dort wird auch ein kleines Bisschen verraten von ihrem Erfolgsrezept:

„Dies zeigt, dass alle Kräfte im Unternehmen – Management, Betriebsrat und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, die Innovationskraft von Siemens Österreich weiter zu erhöhen“, so Ederer weiter.

Genau so ist es. Zwei Fans bringen es noch prägnanter auf den Punkt:

brigitte ederer -> personalverantwortlicher -> kündigen -> gewerkschaft -> sozialdemokrat -> brigitte ederer

ederer wird personal kündigen!!!!!
und jetzt kann die gewerkschaft nicht schreien „scheiss kapitalist“, weil ederer eine von ihnen ist.

Bei der Gitti werden die eh schon harmlosen Gewerkschaften butterweich – wie praktisch.

Natürlich wird Gitti auch angefeindet, was kein Wunder ist bei ihren fabelhaften Erfolgen. Doch lasst sie nur Ätzen, diese Repräsentanten der österreichischen Neidgesellschaft. Die Gitti wird ihnen schon noch Beine machen als Personal- und Europachefin. Zumindest bei Siemens.